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Für Licht ins Dunkle, am 05.08.2008, um 09:05 Uhr.

Menschen und Innen - die "I"diotensprache

Um den folgenden Text nicht aus seinem Zusammenhang zu reißen, sei darauf hingewiesen, daß er sich am Ende eines Diskussionspfades eines Forums auf ORF.at fand, in dem gerade darüber geschrieben wurde, wie eine geschlechtsneutrale Schreibweise auszusehen habe.
Im Speziellen handelte der Artikel zum Forum von der 2008 erhöhten Häufigkeit von Fahrerflucht, wobei sich manche Diskussionsteilnehmer an dem Wort Lenker stießen und meinten, dies würde man auch mit LenkerInnen bezeichnen müssen, damit die Schreibweise gerecht sei.
Es würde nicht vertretbar sein, bloß Worte zu verweiblichen, die in einem positiven Kontext stünden. Es wurden auch Spitzfindigkeiten erwähnt, beispielsweise wurde behauptet, geschlechtsneutrale (im Sinne von Verweiblichung von Worten) Schreibweisen würden bereits gefordert, wenn die Möglichkeit bestünde, daß zumindest eine Person einer Gruppe, die in einer Textpassage beschrieben wird, weiblichen Geschlechts sei.
Dem ging die Behauptung vorraus, daß etwa achtzig Prozent aller Fahrerfluchtsdelikte von Männern begangen werden würden. Über die restlichen zwanzig Prozent kam man schließlich auf die obige Spitzfindigkeit.

Diese Diskussion wurde vom folgenden Text des Benutzers mit dem Spitznamen hump abgeschlossen:
Nach der deutschen Rechtschreibung heisst es Lenker !

Damit sind männliche und weibliche Teilnehmer gemeint.
Für Leute, die nicht einmal die Basisgrammatik der deutschen Sprache beherrschen und nicht das grammatikalische Geschlecht vom Natürlichen unterscheiden können, gibt es die "I"diotensprache. Diese wird auch geschlechtsperverse Sprache genannt, (geschlechtsneutral ist sie definitiv nicht), da sie wahllos und auf Grammatikverwechslungen basierend große "I"s in Wörter klatscht. Ist eine Mutter nur dann eine Frau, wenn sie Mutterin genannt wird? Dass die "I"diotInnen-Sprache alles andere als geschlechstneutral ist erkennt man, wenn man "Die Person" heranzieht. Was klingt geschlechtsneutraler: "die Person" oder "die/der PersonEr" ?
Mangels Wissen werden dann sogar auch Wörter, die "männlichen" Ausdrücken ähnlich sehen mangels Deutschkenntnis durch andere ersetzt:
Worin besteht der Unterschied zwischen einem WU-Studenten und einem WU-Studierenden?
Der Uni-Student studiert auf der Uni, der Uni-Studierende studiert DIE Uni.
Was ist der Unterschied zwischen Mann und man ?
Mann und man sind sogenannte false friends; man hat mit Mann nichts zu tun, sondern mit Mensch: man und Mensch kommen aus dem indogermanischen und heißen "denken", "überlegen". Damit hat sich der "Mensch" als Denker vom Tier abgegrenzt. Irgendwie fast schon witzig, dass sich manche (man-che !) Frauen nicht mit "man" titulieren lassen wollen - sehr passend.
Sie verwechseln das Wort mit Mann (auch: die Mahnen, ermahnen), das aus dem Lateinischen kommt. (Sollen wir jetzt stattdessen ermahnen/erfrauen sagen ?)
Im Englischen wird man (ursprünglich Mensch) für den Mann und wo-man (weiblicher Mensch) für die Frau verwendet.
Vorurteile, Radikalität und Fanatismus ersetzen jegliche Bildung,
darum hat diese "I"-Sprache auch die entsprechende Bezeichnung bekommen ...

von hump, ca. 1:30 Uhr, 5.August 2008;
über die "I"diotensprache.
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