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Für Licht ins Dunkle, am 30.05.2008, um 08:37 Uhr.

Die Zukunft von Kommunikationsplattformen

Geschlossene Gesellschaften.
Profilbörsen für Leute, die was dazuzahlen, weil sie Qualität wollen.
Diese ganzen Gratisseiten verpesten das Netz mit sehr viel Unfug.
Es bleibt nur mehr die Qualität als nächster Schritt.
Orte, wo sich die finanziell "Reichen" treffen, oder zumindest jene, die es sich leisten können, den Obulus jeden Monat zu zahlen.
Was erhalten sie dafür?
Gefilterte Informationen zu beliebigen Themen, teils individuelle Recherchen, eine spamfreie Umgebung ohne Werbung, Webspace, um Dateien (beliebig verschlüsselt, geschützt oder veröffentlicht) abzulegen und natürlich eine eigene Homepage (mit mehreren Unterseiten), die sie beliebig öffentlich machen können.
Auf Wunsch auch eine eigene Domain, die mit ihrem "Profil", falls man das dann noch so nennen kann, verknüpft wird.
Dazu kommt eine statistische Auswertung aller Aktivitäten auf ihren Seiten und auf Wunsch persönliche Beratung. Mit dabei sind umfangreiche Tutorials als Videos in verschiedenen Sprachen und Vorlagengeneratoren, bei denen ersichtlich ist, wie oft bereits eine Vorlage in Verwendung ist - (schließlich möchten reiche Säcke ja was einzigartiges haben).

Natürlich sind die Seiten der reichen Säcke dann vernetzt - schließlich muß es diverse Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten für die reichen Säcke untereinander geben, um sich auch im kleinen Kreise präsentieren zu können. Angebote hierfür wären Nachrichten und Chats bis hin zu Videokonferenzen - öffentliche Räume und Foren und natürlich Gesellschaftsspiele und Unterhaltung.

Wieder nur das Beste vom Besten.

Es geht also darum, reichen Säcken eine Palette an Angeboten zu bieten, die sich ganz einfach zu einem kleinen Zuhause, einer Residenz ausbilden lassen.

Früher oder später wird es Orte im Netz ohnehin als 3D-Simulationen geben, die mit Gear (Steuerungs- und Rückmeldungselemente) aller Art bedient und erforscht werden können. Dabei werden natürlich möglichst alle Sinne miteinbezogen.

Dies wird dann im Tourismus eine große Sache werden, wenn jene Leute, die ja nun bereits Soundscapes (typische Klanglandschaften) mit HochglanzBildern oder FullHD-Videos von Orten erschaffen, sodaß man sich beim Betrachten und Hineinhören "richtig" vor Ort fühlen kann, solche 3D-Welten von Tourismuszielen machen.

Mit Scapescannern bewaffnet wird man so die Idylle von Orten einfangen um sie wo anders, zu einer anderen Zeit konsumieren zu können.

Aber das ist eine andere Geschichte.
 Zum Inhalt - Bild:Totenkopf auf Buch